Die Schneeberger Säge

 

 

Nur wenige Gehminuten von unserem Haus entfernt, am Hengstbergbach steht die Schneeberger Säge, die letzte im Orginalzustand erhaltene Sägemühle der Region, urkundlich erstmals 1631 erwähnt.
Allgemein wurde dabei damals eine technische Innovation aufgegriffen, die Leonardo da Vinci mit der Konstruktion des Prototyps einer Sägemühle ausgelöst hatte. Dabei wird nicht, wie in alter Weise das Sägeblatt zum "Bloch" geführt, sondern der Stamm wird auf dem "Sägewagen" mit langsamen Vorschub an das Sägeblatt gedrückt.

Seit jeher verstanden es hier die Bauern den Waldreichtum des Schneeberglandes wirtschaftlich zu nutzen. Holzbringung- und Verarbeitung bildeten die Grundlage für einen bescheidenen Wohlstand.
Um 1900 zählte man im Raum Puchberg an die 40 solcher Sägemühlen. Im 20. Jhdt. machten das wirtschaftliche Umfeld und die technische Entwicklung den Betrieb dieser vielen kleinen Brettersägen unrentabel. Sie wurden aufgelassen, verfielen, wurden abgerissen. Die Schneeberger Säge wurde noch bis 1965 mit Wasserkraft betrieben, bis zur Stilllegung im Jahr 1974 betrieb man die Säge mit einem Dieselmotor, danach überließ man sie ebenfalls dem Zerfall.

Nur Dank der Initiative des 1997 gegründeten Vereins "Gemeinschaft der Freunde der Schneeberger Säge" konnte dieses Kulturdenkmal in der ursprünglichen Bauweise des 17. Jhdts. erhalten werden.
Nach vielen bürokratischen Hürden und tausenden freiwilligen Arbeitsstunden wurde die provisorisch Inbetriebnahme im Herbst 2006 mit einem Festakt gefeiert. Führung und Schaubetrieb vom Mai bis Oktober sonntags und feiertags um 10.30 Uhr und gegen Voranmeldung.

Der Verein der "Gemeinschaft der Freunde der Schneeberger Säge" freut sich über jedes neue Mitglied.

Information und Kontaktadresse:

http://www.schneeberger-saege.at
Obmann Hans Zwinz, Schneebergstr. 208, 2734 Puchberg, Tel 0699 12616863